Resilienzbericht für Berlin: 450-MHz-Mobilfunknetz steht für den Einsatz bereit

08. Juli 2026

Köln, 08. Juli 2026. Die Expertenkommission des Regierenden Bürgermeisters von Berlin hat am 6. Juli 2026 ihren Bericht zum Berlin Blackout veröffentlicht. Im Papier mit dem Titel Resilienz in Berlin: „Über die Funktionsfähigkeit der kritischen Infrastruktur‟ werden Schlüsse aus dem Blackout-Ereignis gezogen, das im Bezirk Steglitz-Zehlendorf vom 3. bis 7. Januar 2026 stattfand und der schwerste Stromausfall in der Nachkriegsgeschichte Berlins ist.

Der Berliner Bericht enthält Forderungen und daraus abgeleitete Maßnahmen zu Handlungsfeldern wie Bevölkerungswarnung, Behördenfunk und zivil-militärische Zusammenarbeit. Außerdem steht die Kommunikationsinfrastruktur kritischer Betreiber im Fokus. Die zentrale Forderung im Bereich Kommunikation: Betreiber kritischer Infrastrukturen benötigen ein Kommunikationssystem, das unabhängig vom öffentlichen Mobilfunk und vom Stromnetz funktioniert, mit einer Notstromfähigkeit von mindestens 72 Stunden. 

Genau diese Anforderung erfüllt das bundesweite 450-MHz-Funknetz bereits heute. 450connect betreibt das dedizierte Netz exklusiv für Betreiber kritischer Infrastrukturen, getrennt vom öffentlichen Mobilfunk. Das schwarzfallfeste Netz ist mit Batterien ausgestattet, sodass die Kommunikation selbst im Fall eines Blackouts mindestens 72 Stunden lang weiterläuft.  
 
Das bedeutet: Sprachkommunikation zur Koordination bleibt in diesen Fällen ebenso erhalten wie die erforderliche Datenkommunikation, um kritische Prozesse auch bei langanhaltenden Extremsituationen aufrechterhalten. Damit bietet das Netz die nötige Infrastruktur, um den Netzwiederaufbau zuverlässig und sicher zu koordinieren.

„Der Bericht beschreibt für Berlin einen Zielzustand, den wir bundesweit bereits in der Lage sind, umsetzen", sagt Frederik Giessing, Mitglied der Geschäftsführung von 450connect. „Ein öffentliches Mobilfunknetz teilen sich im Ernstfall Privatpersonen, Unternehmen und Infrastrukturbetreiber gleichzeitig. Kritische Infrastruktur braucht eine eigene, nicht überlastete Kommunikationsebene, unabhängig davon, ob es um Energie- und Wassernetze, Verkehrsbetriebe oder Verwaltung geht." 

 Das 450-MHz-Netz erreicht aktuell eine bundesweite Flächenabdeckung von über 98 Prozent, die vollständige Abdeckung ist für 2026 geplant.  


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Über 450connect
450connect mit Sitz in Köln baut und betreibt das bundesweite, dedizierte 450-MHz-Mobilfunknetz für Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) in Deutschland. Das Netz ermöglicht hochverfügbare, autarke und blackout-resiliente Sprach- und Datenkommunikation – speziell für betriebs- und sicherheitskritische Anwendungen wie Steuerung, Überwachung, Krisenmanagement und Netzwiederaufbau in Sektoren wie Energie, Wasser, Verkehr, Logistik, Gesundheitswesen sowie öffentlicher Verwaltung. Als exklusiver Frequenzinhaber bis 2040 schafft 450connect eine zentrale infrastrukturelle Grundlage für Resilienz, Digitalisierung und Dekarbonisierung kritischer Infrastrukturen. Hinter 450connect stehen mehr als 70 Energieversorgungsunternehmen, darunter Alliander, E.ON, ein Konsortium regionaler Energieversorger sowie die Versorger-Allianz 450 mit zahlreichen Stadtwerken, Energie- und Wasserversorgern und der EnBW-Tochter Netze BW.
 


            Anna
            Ademaj

Anna Ademaj

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