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Fachinformationen Publiziert von 450connect

Weniger Netzinvestitionen im ländlichen Raum durch gesteuertes Laden

In einer durch die Agora Energiewende in Auftrag gegebene Studie „Verteilnetzausbau für die Energiewende – Elektromobilität im Fokus“ wurden die Auswirkungen der Energiewende und eines Ausbaus der Elektromobilität auf die Verteilnetze untersucht. Die Verteilnetze stehen dabei vor zwei großen Herausforderungen: Zum einen führt eine steigende wetterbedingte Einspeisung Erneuerbarer Energien zu gleichzeitigen Leistungsspitzen und zum anderen führt ein Ausbau der Elektromobilität und elektrischer Wärmepumpen zu steigenden gleichzeitigen Lastspitzen. Da die Leistungsspitzen sowie die Lastspitzen sich nur zufällig zeitlich überschneiden, ist ein deutlicher Ausbau des Stromnetzes die Folge.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Einführung eines netzdienlichen gesteuerten Ladens die Lastspitzen durch gleichzeitig ladende Fahrzeuge sowie elektrischer Wärmepumpen reduziert und gleichzeitig in Zeiten hoher Einspeisung Erneuerbarer Energien verlagern kann. Hierfür muss allerdings netzdienliches Laden zum Standard werden und eine sichere Informations- und Kommunikationstechnologie zur Verfügung stehen, um Netzzustandsdaten in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung bereitstellen zu können. Damit lassen sich durch gesteuertes Laden die Investitionen in die Verteilnetze bis 2030 um 50 Prozent reduzieren.

Die Studie kommt darüber hinaus noch zu dem sehr interessanten Ergebnis, dass ungesteuertes Laden die Menschen auf dem Land etwa viereinhalbmal so viel finanziell belastet wie die Menschen in der Stadt. Der Grund ist, dass die Menschen in ländlichen Gemeinden meist in Ein- bis Zweifamilienhäusern wohnen und Ladepunkte zu Hause eine größere Rolle als in der Stadt spielen werden. Mehr erfahren…