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Die Digitalisierung der Energiewirtschaft

Die Digitalisierung ist in vollem Gange und verändert Gesellschaft, Wirtschaft und Politik fundamental. Auch die deutsche Energiebranche ist von dieser Entwicklung betroffen. In diesem Zusammenhang bietet die Digitalisierung einerseits enorme Chancen, die Lebensqualität der Menschen grundlegend zu steigern und gleichzeitig die negativen Umweltauswirkungen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens zu verringern. Andererseits sehen sich die Energieversorgungsunternehmen (EVU) mit großen Herausforderungen konfrontiert. So müssen diese eine sichere, flächendeckende und hochverfügbare Kommunikationslösung finden, um die Grundversorgung der Bevölkerung zuverlässig gewährleisten zu können. Hier stellt die 450MHz-Funknetzplattform die optimale Lösung dar.

Blick auf die Alstadt von Frankfurt mit den Wolkenkratzer im Hintergrund
Obwohl die Mehrheit der Deutschen auf dem Land lebt, beschränkt sich die Digitalisierung der Infrastrukturen nach wie vor auf den urbanen Raum. Die Zuteilung der 450MHz-Frequenz an die kritischen Infrastrukturen würden diesem entgegenwirken.

Energiewende: Gefahr für die Versorgungssicherheit?

Im Zuge der Energiewende nimmt der Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen rasant zu. Als umweltfreundliche Alternativen zu Atomkraft und Kohle ist diese Entwicklung als äußerst erfreulich und vielversprechend zu werten. Sie geht aber auch mit einigen Herausforderungen für die EVU einher. So ist es bei dieser dezentralen Form der Energiegewinnung deutlich schwieriger, eine gleichmäßige Auslastung der Netze zu gewährleisten als bei fossiler Stromerzeugung. Nicht selten müssen regenerative Erzeugungsanlagen in Spitzenzeiten, wenn es wetterbedingt zur Überproduktion von Wind- und Solarenergie kommt, heruntergefahren werden. Um die Energieeffizienz zukünftig zu steigern und genau an den Bedarf der Verbraucher anzupassen, bedarf es einer digitalen Netzinfrastruktur, in welcher alle Netzteilnehmer intelligent miteinander verknüpft sind.

Digitalisierung als Chance: Implementierung intelligenter Messsysteme

Um das zu ermöglichen, müssen  enorme Datenmengen kontinuierlich erhoben, analysiert und ausgetauscht werden. Die Einführung intelligenter Messsysteme, (iMSys) nimmt zukünftig eine zentrale Rolle in der automatisierten Ablesung und Übermittlung von Messwerten als auch in der Steuerung des Verbrauchs und der Einspeisung durch die künftige Schaltbox ein. Diese dienen als digitale Schnittstelle, mit deren Hilfe sich dezentrale Regelungsprozesse umsetzen lassen. Während der Verbraucher von mehr Transparenz profitiert, kann der Netzbetreiber durch den Ausbau eines Smart Grids einen effizienten Einsatz Erneuerbarer Energien sowie eine gleichmäßige Auslastung der Netze gewährleisten.

Smart Cities und Smart Rural Areas

Die digitale Vernetzung spielt aber nicht nur in der Energiewirtschaft, sondern auch in anderen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge eine wichtige Rolle. Dazu zählen u.a. der öffentliche Nahverkehr, die Gesundheitsversorgung und der Umweltschutz. Sie alle sind in der Entwicklung der sogenannten „Smart Cities“ von zentraler Bedeutung. Das Konzept der Smart City beschreibt die moderne Stadt des 21. Jahrhunderts, in der technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen das Leben im urbanen Raum wirtschaftlicher, umweltfreundlicher und insgesamt lebenswerter gestalten sollen. Dabei ist die Nutzbarmachung digitaler Technologien von zentraler Bedeutung. Indem man die städtische Infrastruktur, ihre Nutzer und Unternehmen digital miteinander vernetzt, können die Städte sehr viel schneller auf neue Herausforderungen reagieren und die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal nutzen.

Obwohl rund zwei Drittel der deutschen Bevölkerung auf dem Land leben, beschränkt sich die digitale Vernetzung vornehmlich auf die Städte. Die Digitalisierung ermöglicht es, auch den ländlichen Raum am Nutzen der Digitalisierung teilhaben zu lassen und diesen so wirtschaftlich und gesellschaftlich zu stärken. Das ist gerade deshalb so wichtig, da die Digitalisierung der Infrastrukturen auf dem Land als entscheidender Faktor fungiert, um die Produktivität der Unternehmen zu erhöhen, trotz Kostendruck verlässliche und angemessene Leistungen bereitzustellen und den Umweltschutz erfolgreich umzusetzen. Die Entwicklung von Smart Cities und Smart Rural Areas gleichermaßen erfordert eine Kommunikationslösung, die eine zuverlässige digitale Vernetzung der Infrastrukturen in der Fläche gewährleistet.

Flächendeckende Digitalisierung dank 450MHz-Funknetz

Die Digitalisierung stellt die Energiewirtschaft vor neue Herausforderungen. Der Einsatz eines dedizierten Funknetzes auf Basis der 450MHz-Frequenz ist bestens dazu geeignet, diese zu bewältigen. Mit der 450MHz-Funknetzplattform von 450connect kann sehr zeitnah eine sichere und hochverfügbare Kommunikationsinfrastruktur für ganz Deutschland bereitgestellt werden. Mit dieser Plattform lassen sich die zur Daseinsvorsorge gehörenden Infrastrukturen nicht nur in den Städten, sondern auch im ländlichen Raum digitalisieren und intelligente Messsysteme sicher und zuverlässig auslesen. Ohne eine flächendeckende 450MHz-Funknetzplattform besteht nicht nur die Gefahr einer ungleichmäßigen Auslastung der Netze durch den zunehmenden Einsatz regenerativer Energieerzeugungsanlagen. Zudem droht ein immer größerer „Digital Divide“, bei dem sich die Digitalisierung vornehmlich auf Städte und größere Verkehrswege beschränkt. Der ländliche Raum bleibt währenddessen wirtschaftlich wie gesellschaftlich zurück.